Der Bilderbuchkünstler Torben Kuhlmann ist der Schöpfer der Mäuseabenteuer „Lindbergh", „Armstrong", „Einstein" und „Edison" und vieler weiterer schöner Bücher. Sein neues Werk mutet zunächst unattraktiv an: Zu grau ist das Cover von „Die graue Stadt". Einen kleinen gelben Farbklecks gibt es allerdings: Die Regenjacke des aus einem Gaubenfenster schauenden Mädchens.
Robin ist mit ihrem Vater aus einer grünen Vorstadt in die Stadt gezogen. „Etwas stimmt mit dieser Stadt nicht..." „Hinter jeder grauen Hausecke lagen jedoch nur weitere graue Straßen - voller grauer Auto, grauer Schilder und grauer Menschen. Selbst im Schaufenster eines Farbenhandels lag nur Graues in Tuben und Näpfen. Mausgrau, Anthrazitgrau, Granitgrau..." Es ist, als hätte die Stadt die Farben aus ihrem Leben verbannt. Auch in der Schule ist Robins Regenmantel der einzige Farbfleck und als sie im Kunstunterricht ein farbenfrohes Sonnenblumenbild malt, hat dies Nachsitzen zur Folge. Dort muss sie sich den Lehrfilm "Wünschenswerte gesellschaftliche Verhaltensweisen" anschauen. Das sind: Anpassung, Unterordnung und Disziplin. Beim Nachsitzen lernt Robin den Jungen Alani kennen. Und zusammen mit einer Gruppe von Musiker:innen und Künstler:innen wollen die beiden ihrer Stadt die Farben zurückgeben. Dieses Abenteuer führt sie in eine verborgene Bibliothek, an das Ende eines Regenbogens, in die fiese Fabrik „Grauwerke" und es wird richtig spannend.
Ein wunderschönes und großartiges gezeichnetes Buch, das die Vielfalt der Farben und der Individualität feiert.

Kinderbuch ab 8 Jahren
NordSüd, 20,00 €

Buch im Online-Shop